An diesem Sonntag steht traditionell das Motiv vom Hirten und den Schafen im Mittelpunkt. Während Schafherden bei vielen von uns eher romantische Gefühle auslösen, waren sie für antike Nomadengesellschaften Alltag. Die dort wahrgenommenen Beziehungsmuster wurden Maßstab auch für das Handeln im Großen. Hirten waren zunächst nicht die erst viel später so genannten „Pastoren“ oder „Pfarrerinnen“, sondern die Könige. Die Funktion des Königs, der staatlichen Leitung, wurde an der Erfahrung eines „guten Hirten“ gemessen. Der Prophet Hesekiel (Hes 34,2) bringt es sehr deutlich zum Ausdruck: „Wehe den Hirten, die sich selber weiden!“ Sie verlieren ihre Legitimation.

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Auf dem Gelände des Bauernhausmuseums gab es einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt: Dezente, handgemachte Musik, ausgesuchte Anbieter, angemessene Preise.

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Zwischen den Jahren waren wir im Ried unterwegs: Eine abwechslungsreiche und märchenhafte Landschaft!

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Weg ins NirgendwoIm August sind wir aus dem "Speckgürtel um Stuttgart" in die Region "Nördlicher Bodensee" umgezogen. Auf dem Weg von Pfullendorf nach Ostrach finden sich dieser Kreisverkehr mit einer Abzweigung "ins Nirgendwo".

Ein Kollege fragte mich: "Was hast du angestellt, dass du dorthin versetzt worden bist?" Nichts, ich habe mich umgeschaut, mich beworben und bin gewählt worden! Es scheint für Menschen um Stuttgart kaum vorstellbar, weiter weg von ihrem stau-umflossenen Feinstaubkessel zu leben. Doch wo ist die "Mitte" auf die wir uns beziehen? Die Welt ist rund. Das "Ende" der Welt ist nur das Ende unseres bisherigen Horizonts. Oder mit Udo Lindenberg gesprochen: "Hinterm Horizont geht's weiter ...".
Manche Wege zu Verwandten sind gleich lang wie bisher. Manche Wege zu Freunden sind leider ein Stück länger - aber sind wir mit einem Abstand von eineinhalb Stunden "aus der Welt" gefallen?

Näher ist es zum Bodensee (ca. eine halbe Stunde). Und auch hier im Umfeld lebt es sich sehr schön. Ja, die Menschen ticken anders und die Uhren gehen anders. Wir sind dabei, uns neu einzufinden, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. "Zuhause ist man, wo man verstanden wird" (Martin Buber).

Einblicke ins benachbarte Burgweiler-Pfrunger Ried aus einer morgendlichen Fotowanderung:

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Diese Nachricht habe ich vor einigen Tagen auf meiner Facebook-Seite gepostet. Ein paar Tage später habe ich mich komplett abgemeldet.

 

Ich gehe! Wer geht mit?

In den letzten Tagen habe ich nach dem Camebridge Analytica – Skandal die Reaktionen von M. Zuckerberg beobachtet und mir einige Gedanken gemacht.

Mein Ergebnis:

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 Mofi Vollmond_a2

 20:09 Uhr - Vollmond
 in großer Erdnähe

 
Mofi Blutmond_b2

 04:32 Uhr - "Blutmond",
 Mond voll im Schatten der Erde 

 
 Mofi Blutmond_c2

 05:15 Uhr - Mond beginnt,
 den Erdschatten zu verlassen 

 Blutmond d2

 05:40 Uhr - Mond entfernt sich 
 weiter aus dem Schatten 

 - Ein Klick auf ein Bild öffnet ein Fenster mit fünffacher Breite - 

Hinter der Schöpfungserzählung in 1. Mose 1 steht ein Weltbild, bei dem die Erde eine auf tiefen Säulen gegründete Scheibe ist, über der sich halbkugelförmig das Firmament mit der Sonne, dem Mond und den Sternen wölbt. Über diesem Firmament und unter der Erde ist die Urflut, die wie durch geöffnete Schleusen durch Erdspalten und durch Risse im Firmament hereinbrechen kann. Dieses Weltbild ist spätestens seit Galileo Galilei, Tycho Brahe und Johannes Kepler überholt.

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Am Montagabend führte PD Dr. Wendte ins Seminarthema ein: "Die vielen Gesichter Jesu Christi. Die Systematische Theologie vor der Herausforderung durch afrikanische und asiatische Christologien".

Bevor ich den Seminarraum betrat, zögerte ich etwas: "Soll ich mich tatsächlich zu diesen Jungen setzen, die jünger sind als meine Kinder?" Ich war tatsächlich der einzige Gasthörer, insgesamt waren wir 15 Studenten/innen (7m/8w). Eine Vorstellungsrunde zeigte eine große Spanne von Vorerfahrungen mit dem Thema bis hin zu "Ich habe kein Vorwissen und keine Erwartungen ..." zwinkernd

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Diese Veranstaltungen habe ich mir herausgesucht. Sollte sich herausstellen, dass ich mich im zu vielen zu verzetteln beginne, habe ich die Freiheit, es zu reduzieren.

  • Die vielen Gesichter Jesu Christi. Die Systematische Theologie vor der Herausforderung durch afrikanische und asiatische Christologien (Systematische Theologie, Seminar, Dr. Martin Wendte)
  • "Seele in der Seelsorge? Anthropologische und theologische Fragestellungen" (Praktische Theologie, Übung, Dr. Jörg Schneider)
  • Being Human in Relation to God. Scriptural Reasoning in Christian-Muslim Dialogue as a Resource for a Theological Anthropology (Systematische Theologie, Seminar, Prof. Christoph Schwöbel, Prof. Lejla Demiri)
  • Philipp Jakob Spener: "Die Freiheit der Gläubigen" (1691) - Religionsfreiheit als Thema der Praktischen Theologie (Prakt. Theol, Seminar, PD Albrecht Haizmann)
  • Die Geltung der Heiligen Schrift für Lehre und Leben der Kirche - Debatten und Auseinandersetzungen um das protestantische Schriftprinzip vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (Kirchengeschichte, Übung, Jörg Breitschwerdt)
  • Der Philipperbrief (NT, Vorlesung, Prof. i.R. Otto Friedrich Hofius)
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Zu altLetzten Montag war ich für 2 Stunden in Tübingen, um mir einen Ausweis für die Uni-Bibliothek und einen Studentenwerks-Ausweis zu besorgen. Mit letzterem kann ich in der Mensa (zu Gäste-Preisen) essen und vor allem am "Studentischen Dreikampf" teilnehmen (Kopieren - Lochen - Abheften zwinkernd). Ob ich als "Gasthörer" einen Zugang zum universitären WLAN bekomme, ist noch offen. Einer meiner Dozenten müsste dazu einen Antrag unterschreiben (der wohl für seinen Fachbereich auch das Übernehmen einer Gebühr zur Folge hätte), mal sehen.

Beim Sichten des Anschlagbretts im Theologicum fiel mir nebenstehende Anzeige ins Auge. Das Institut für biologische Kybernetik sucht für eine Studie Probanden, deren Gehirn im MRT betrachtet wird, während ihnen Fragen gestellt werden. Alter der Studienteilnehmer: 18 bis 50 Jahre. Ich bin mit meinen 51 Jahren knapp zu alt! Ist mein Hirn nicht mehr fit genug? Schon seltsam, wenn man als eigentlich Best-Ager immer wieder signalisiert bekommt, dass man nicht mehr so richtig "dazu gehört". Ich gehe jetzt mals ein bisschen youtube Grönemeyer  hörenzwinkernd.

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Am Anfang standen Vorüberlegungen: Kann ich meine Gemeinde so lange sich selbst überlassen? <Selbstironie>  "Bin ich ersetzbar?" </Selbstironie>. Ich finde: Ja, ich bin ersetzbar. Ich möchte loslassen und mich auf eine offene ganz und gar selbst zu strukturierende Zeit einlassen. Ich möchte mir Zeit nehmen, geistig, geistlich, beziehungsmäßig und körperlich aufzutanken.

 Nach dem Antrag im März 2014 und dem positiven Bescheid des Oberkirchenrats war zunächst die Frage: An welchen Studienort gehe ich? Erwogen habe ich Heidelberg, München, Rom, Wien, Taipeh - oder doch eher in die Nähe: Neuendettelsau? Ich habe mich letztlich für Tübingen entschieden, die familienfreundliche Variante. Als nächstes stand an, neben der täglichen Arbeit einiges für die Vorlesungszeit des Sommeremesters 2015 (Mitte April bis Ende Juli) zu erledigen: Gottesdienstvertretungen organisieren, Vertretungsplan mit den Kollegen zusammenstellen, Konfirmanden-Anmeldung vorziehen, Veranstaltungen für Herbst 2015 und Frühjahr 2016 organisieren. Viele grössere und kleinere Dinge wollten und wollen vor Ostern en noch erledigt sein. 

Nun ist's absehbar. Ich freue mich auf:

  • Zeit zum Lesen ohne Unterbrechungen und ohne den Gedanken an die nächten fertigzustellenden Dinge
  • Gelegenheit zur Diskussion mit gleichaltrigen und jüngeren Menschen an der Uni
  • Zeit zum Schreiben, Zusammenfassen, Entfalten von Gedanken (auch in diesem Blog)
  • Freie Wochenenden mit meiner Frau und für Besuche bei Verwandten und Freunden
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