Zu altLetzten Montag war ich für 2 Stunden in Tübingen, um mir einen Ausweis für die Uni-Bibliothek und einen Studentenwerks-Ausweis zu besorgen. Mit letzterem kann ich in der Mensa (zu Gäste-Preisen) essen und vor allem am "Studentischen Dreikampf" teilnehmen (Kopieren - Lochen - Abheften zwinkernd). Ob ich als "Gasthörer" einen Zugang zum universitären WLAN bekomme, ist noch offen. Einer meiner Dozenten müsste dazu einen Antrag unterschreiben (der wohl für seinen Fachbereich auch das Übernehmen einer Gebühr zur Folge hätte), mal sehen.

Beim Sichten des Anschlagbretts im Theologicum fiel mir nebenstehende Anzeige ins Auge. Das Institut für biologische Kybernetik sucht für eine Studie Probanden, deren Gehirn im MRT betrachtet wird, während ihnen Fragen gestellt werden. Alter der Studienteilnehmer: 18 bis 50 Jahre. Ich bin mit meinen 51 Jahren knapp zu alt! Ist mein Hirn nicht mehr fit genug? Schon seltsam, wenn man als eigentlich Best-Ager immer wieder signalisiert bekommt, dass man nicht mehr so richtig "dazu gehört". Ich gehe jetzt mals ein bisschen youtube Grönemeyer  hörenzwinkernd.

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Am Anfang standen Vorüberlegungen: Kann ich meine Gemeinde so lange sich selbst überlassen? <Selbstironie>  "Bin ich ersetzbar?" </Selbstironie>. Ich finde: Ja, ich bin ersetzbar. Ich möchte loslassen und mich auf eine offene ganz und gar selbst zu strukturierende Zeit einlassen. Ich möchte mir Zeit nehmen, geistig, geistlich, beziehungsmäßig und körperlich aufzutanken.

 Nach dem Antrag im März 2014 und dem positiven Bescheid des Oberkirchenrats war zunächst die Frage: An welchen Studienort gehe ich? Erwogen habe ich Heidelberg, München, Rom, Wien, Taipeh - oder doch eher in die Nähe: Neuendettelsau? Ich habe mich letztlich für Tübingen entschieden, die familienfreundliche Variante. Als nächstes stand an, neben der täglichen Arbeit einiges für die Vorlesungszeit des Sommeremesters 2015 (Mitte April bis Ende Juli) zu erledigen: Gottesdienstvertretungen organisieren, Vertretungsplan mit den Kollegen zusammenstellen, Konfirmanden-Anmeldung vorziehen, Veranstaltungen für Herbst 2015 und Frühjahr 2016 organisieren. Viele grössere und kleinere Dinge wollten und wollen vor Ostern en noch erledigt sein. 

Nun ist's absehbar. Ich freue mich auf:

  • Zeit zum Lesen ohne Unterbrechungen und ohne den Gedanken an die nächten fertigzustellenden Dinge
  • Gelegenheit zur Diskussion mit gleichaltrigen und jüngeren Menschen an der Uni
  • Zeit zum Schreiben, Zusammenfassen, Entfalten von Gedanken (auch in diesem Blog)
  • Freie Wochenenden mit meiner Frau und für Besuche bei Verwandten und Freunden
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"Kontaktstudium" bedeutet: Ein württembergischer Pfarrer bekommt einmal im Berufsleben die Gelegenheit, ein Semester lang an einer Universität zu studieren. In dieser Zeit wird er von den Kollegen/innen in der Nachbarschaft vertreten. Er hat die Möglichkeit, aus dem Abstand heraus seine Arbeit zu reflektieren und eine Zeit lang an einem oder wenigen Themen konzentriert "dran" zu bleiben.  

Bei mir ist es das Sommersemester 2015. Ich habe vor, über meinen Studenten-Alltag, vor allem aber über Lehrveranstaltungen und essayartig über theologische Themen zu schreiben. Damit will ich meiner Gemeinde, aber auch Freunden und Bekannten die Möglichkeit geben, an dieser Zeit ein Stück Anteil zu haben. In beschränkten Mass (Kommentare) soll auch die Möglichkeit zur Diskussion bestehen. 

Ich bin gespannt auf die Erfahrungen und Einsichten in dieser Zeit - und auf Rückmeldungen zu meinen Artikeln!

Sie können auf der "Pinwand" gerne Vorschläge für Themen posten, die Sie gerne hier "bedacht" sehen möchten.  Ich nehme die Vorschläge ernst - kann aber die Realisierung nicht in jedem Fall versprechen.

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