Thomas Oord schreibt in seinem Blog:

Ich bin nicht überrascht, dass einige Leute Gott beschuldigen, vielleicht genauer: es Gott anrechnen.

Ich lese Social Media Beiträge, die sagen: Das Coronavirus (Covid 19) ist Gottes Wille. Unsere derzeitige Not ist Teil eines vorherbestimmten göttlichen Plans.

Ein Beitrag drückt es so aus: „Sorry, wenn ich die große Panik unterbreche, aber das Coronavirus wird niemanden aus dieser Welt nehmen, wenn es nicht der Plan des guten HERRN ist. Und du wirst das nicht ändern, egal was du tust oder was du kaufst.“

Wenn diese Sichtweise wahr ist, dann gibt es keinen Grund sich zu beunruhigen. Keine Not­wendigkeit sich vorzubereiten, zu verteidigen, zu schützen, aufzuopfern oder irgendetwas zu tun. Es ist ja alles im „Plan des guten HERRN“.

Nicht Gottes Plan!

Ich glaube nicht, dass das Coronavirus Gottes Plan ist. Gott verursacht keine Pandemie, die einige Menschen tötet, viele unglücklich macht und weitreichende nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.

Gott hat dieses Übel nicht verursacht!

Die Übersetzung des lesenswerten kompletten Blog-Eintrags und weitere Infos können Sie hier herunterladen:

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Als Zusammenfassung und Handout für einen Gesprächsabend habe ich 5 Positionen dargestellt, charakterisiert und ihre Stärken und Probleme benannt. Diese häufig eingenommenen Positionen sind:

A. Materialismus. "Wirklich ist nur, was man mit den Sinnen wahrnehmen oder mit Instrumenten messen kann."
B. Gleichgültiger Pluralismus. "Wir glauben doch alle irgendwie an den selben Gott."
C. Exklusivismus. "Es kann nur eine Wahrheit und nur eine wahre Religion geben - und das ist meine."
D. Inklusivismus. "Die eigene Religion enthält die volle Wahrheit und führt zum vollen Heil. Vorstufen und Teile der Wahrheit, einzelne >Strahlen< vom Licht der Sonne sind aber auch in anderen Religionen zu finden."
E. Respektvoller Pluralismus. "Ich bezeuge die Wahrheit, die mich trägt - und gestehe dir eine andere Überzeugung zu."

Ich selbst vertrete den christlichen Glauben aus der Position E heraus. Eine prägnante Abwägung kann man hier herunterladen. Auf Rückmeldungen freue ich mich.
Zur Vertiefung empfehle ich: Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive. Ein Grundlagentext des Rates der EKD. Siehe hier.

 

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Dem Fortbildungsrefereat des Oberkirchenrats gegenüber war ich verpflichtet, einen Bericht über mein Kontaktstudium zu verfassen. Auch für mich selbst war es hilfreich, aus einem gewissen Abstand noch einmal zu schauen: Was habe ich in diesem Semester erarbeitet? was ist mir wichtig geblieben? An welchen Fragen will ich weiter arbeiten? Den Bericht stelle ich für Interessierte auch online.

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betende haende

Einen sehr lebensnah geschriebenen theologischen Aufsatz von Prof. Christiane Tietz habe ich nochmals zusammengefasst und versucht, ihn für eine breitere Öffentlichkeit verstehbar zu machen. Ich verwende ihn für eine thematische Lehrpredigt im Gottesdienst am 3.1.2016.

Die Fragestellung wird in diesen 6 Schritten entwickelt:

1. Erste Annäherung: Kindlich vertrauendes Verständnis der Gebetserhörung bei Luther
2. Kritik am kindlich vertrauenden Verständnis der Gebetserhörung in der „Aufklärung“
3. Kritik an dieser Kritik vom Christusgeschehen her: Gott lässt sich bewegen
4. Jesus Christus als Erhörung der fundamentalen Gebete
5. Alltagsweltliche Konkretion der Erhörung im Christusgeschehen
6. Gibt es alltagsweltliche Gebetserhörungen, die mehr sind als die Gebetserfahrungen selbst?
    Oder: Ist Gottes Fürsorge auch jenseits des Betens wahrnehmbar?

Sie können die ganze Erörterung (meine Zusammenfassung) hier herunterladen:

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